04.08.2017

von B° RB

Wandteppich

Der Wandteppich aus dem bayerischen Landtag wird im Museum des Hauses der Bayerischen Geschichte ausgestellt werden. Der Bildteppich hing von 1950 bis 2004 im alten Plenarsaal, nach dessen Umbau zog er in den Senatssaal um

Wandteppich im Bayerischen Landtag

Er gehört zu den größten Exponaten im Museum des Hauses der Bayerischen Geschichte in Regensburg: Der monumentale Wandteppich aus dem alten Plenarsaal des Bayerischen Landtags. Unter dem knapp sieben mal sieben Meter großen Bildteppich wurde von 1950 bis 2004 debattiert, diskutiert und abgestimmt – und zahlreiche Gesetze wurden verabschiedet. Nach dem Umbau des alten Plenarsaals wechselte der Wandteppich, der bis dahin prominent hinter dem Landtagspräsidium hing, 2007/2008 in den Senatssaal. 

Herausragendes Zeugnis der Demokratiegeschichte

Der große Wandteppich aus dem Landtag ist mit seiner Geschichte ein herausragendes Zeugnis der demokratischen und parlamentarischen Entwicklung Bayerns nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Daher wird er im neuen Museum der Bayerischen Geschichte als eines der zentralen Exponate präsentiert werden. Der Teppich zeigt das Große Bayerische Staatswappen und die Stadtwappen der Regierungssitze der bayerischen Bezirke und der bis 1945 zu Bayern gehörenden Rheinpfalz. Der Teppich wurde 1950 nach einem Entwurf von Professor Hermann Kaspar (1904 – 1986) in der Münchner Gobelinmanufaktur gefertigt. Kaspar, Professor an der Akademie der schönen Künste, war aufgrund seiner Tätigkeit auch für das NS-Regime in den 1960er Jahren umstritten. 

Der Teppich wurde jetzt mit Hilfe eines Gerüstes fachmännisch abgenommen. Er wird nun im Auftrag des Hauses der Bayerischen Geschichte restauriert und im neuen Museum in Regensburg in der Dauerausstellung zusammen mit weiteren Objekten aus dem Landtag zu sehen sein.

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